Hohenbaden


Erstes Residenzschloss der badischen

Markgrafen.

Die ältesten Teile der Burg Hohenbaden gehen auf das 12. Jahrhundert zurück.

Hohenbaden
Hohenbaden

Die Sage der grauen Frau von Schloss Hohenbaden

 

Auf Schloss Hohenbaden soll einmal eine ziemlich üble Markgräfin gelebt haben, die ihre Untertanen knechtete und schwere Arbeit von ihnen verlangte. Wer nicht gehorchte, wurde eingesperrt oder auch gefoltert.

An einem Abend wollte sie ihrem einzigen kleinen Sohn ihren ganzen Reichtum und Besitz zeigen. Sie brachte das Kind auf den Turm und hielt es über die Mauerbrüstung, um ihm den Herschaftsbereich zu zeigen. Sie soll dabei gesagt haben: "So weit Deine Augen reichen, ist Mann und Weib dir untertan. Zwinge sie dereinst unter deine Knute und schenke ihnen keinen Fron, auf dass zu wohl lebest auf  Erden!"

In diesem Moment aber entglitt der Sohn ihren Armen und stürzte in die Tiefe. Entsetzt eilte sie die Treppen herunter, um dann zwischen den Felsen vor der Burg nach ihrem Sohn zu suchen. Alle Diener und Mägde ließ sie ausschwärmen, doch ihr Kind wurde nie gefunden. Seitdem, so berichtet die Sage, sei die Markgräfin ruhelos durch die Gänge des Sclosses geeilt und habe immer wieder nach ihrem Kind geschrien.

Und selbst in der Gruft soll sie keine Ruhe gefunden haben. So weiß die Sage, dass die habgierige Frau gehüllt in einen grauen Mantel noch heute in stürmischen Nächten durch die Ruine wandelt und heiser nach ihrem Sohn ruft.

Rose
Rose