Rheinfall / Schaffhausen

Kanton Schaffhausen

Im Juli 2016


Der Rheinfall,

auf alemannisch bzw. schweizerdeutsch Rhyfall genannt.

Breite des Falles   150 Meter

Höhe des Falles      23 Meter

Tiefe des Beckens  13 Meter

Alter des Falles ca. 15'000 Jahre

 

Abflussmenge Sommer ca. 600'000 Liter pro Sekunde

 

Abflussmenge Winter ca. 250'000 Liter pro Sekunde

Schloss Laufen

Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Laufen datiert aus dem Jahre 858 n. Chr. Das Schloss war der Stammsitz der Freiherren von Laufen. Dem Schlossherrn oder dessen Vogt oblag die Vogtei über die benachbarten Gemeinden, während die Grundherrschaft dem Bischof von Konstanz gehörte. Im Jahre 1544 erwarb die Stadt Zürich das Schloss. Unter der Zürcher Herrschaft wurden in den Jahren 1544 bis 1547 grosse bauliche Veränderungen vorgenommen. Während der Helvetik nahm mit dem Einmarsch der Franzosen 1798 die Feudalherrschaft ein jähes Ende. Das Schloss wurde verpachtet und gelangte 1845 in Privatbesitz. Im Jahre 1941 wurde das Schloss Laufen Besitz des Kantons Zürich. Heute befindet sich im Schloss ein Restaurant und eine Jugendherberge.

Schlössli Wörth

Das Schlössli Wörth verdankt seinen Namen dem Standort auf einer vom Wasser umspülten kleinen Insel, die man früher als «Werd» bezeichnete. Erstmals wurde es im 13. Jahrhundert urkundlich erfasst. Das Wörth war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein bedeutender Umladeplatz an der Ost-West-Handelsstrasse, die vom Bodensee nach Basel führte und durch den Rheinfall unterbrochen wurde.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn gebaut wurde, verlor diese Verkehrsache an Bedeutung. Der Kanton Schaffhausen baut das Schlössli 1835/36 als Gaststätte um.

Mühlenradhaus

An der Stelle des heutigen Mühleradhauses befand sich seit dem 12. Jahrhundert ein Hammerwerk, also ein von einem Wasserrad angetriebener Schmiedehammer. Dies ist nicht verwunderlich, da das dortige starke Gefälle des Rheins sich zur Ausnutzung der Wasserkraft geradezu anbot. Daher finden sich auch in alten Darstellungen des Rheinfalls die Wasserräder eingezeichnet.

Nachdem die Gebäude der Aluminiumhütten abgebrochen worden waren, blieb auf der Felskuppe rechts des Rheinfalls die Mühlengruppe erhalten. Die Substanz dieser Baute geht wohl in das 18. Jahrhundert zurück. 1974 wurde ein Projekt zur Restaurierung des letzten Mühlenkanals entwickelt und 1975 konnte das neue Wasserrad im europäischen Jahr der Denkmalpflege realisiert werden. Seither gibt das Wasserrad wieder einen Eindruck davon, wie die Wasserkraft an dieser Stelle des Rheinfalls genutzt worden ist.

Eisenbahnbrücke

Die Eröffnung der Rheinfallbahn von Winterthur nach Schaffhausen im Jahre 1857 erschloss die Rheinfall-Region zum ersten Mal dem modernen Verkehr. Anlässlich der Einweihung fand das erste Rheinfall-Feuerwerk statt. Die einspurige Eisenbahnbrücke war ursprünglich als eiserne Gitterbrücke geplant. Beim Bau der heutigen steinernen Bogenbrücke mussten wegen der Fundierungsplätze im Rheinbett auf gleiche Bogenweiten und eine gerade Brückeachse verzichtet werden. Neben der Bahn dient die Brücke auch für die Fussgänger als Verbindung von Schloss Laufen auf die nördliche Seite des Rheinfall-Beckens.